Lust auf Weiterbildung? So überzeugen Sie den Chef!

Es reizt Sie schon sein Längerem, sich beruflich weiterzuentwickeln – aber wie können Sie Ihren Arbeitgeber von der geplanten Aufstiegsfortbildung überzeugen? Sie haben richtig Lust auf den nächsten Karrieresprung, möchten einfach Ihr Wissen erweitern oder in neue Themenbereiche hineinschnuppern? Eine Weiterbildung bringt Sie persönlich weit voran – nutzt aber auch dem Unternehmen. Da viele Chefs diese Chancen nicht von sich aus sehen, ist in puncto Fortbildung häufig Eigeninitiative gefragt. Doch wie bringen Sie Ihr Anliegen am besten vor?

Gut vorbereitet ins Gespräch

Starten Sie positiv und sagen Sie Ihrem Chef, warum Sie gerne in dieser Firma arbeiten. Leiten Sie dann geschickt über und zeigen Sie auf, an welchen Stellen das Unternehmen dank Mitarbeitern mit entsprechender Expertise noch erfolgreicher sein könnte. Dann äußern Sie Ihre Bereitschaft, diese Entwicklung zu unterstützen sowie Ihren Wunsch zur Weiterbildung – verbunden mit der Hoffnung, dass Ihr Arbeitgeber Sie dabei unterstützt.

Wie diese Unterstützung konkret aussehen könnte? Darüber haben Sie sich natürlich bereits Gedanken gemacht: Optimal wäre natürlich, wenn Ihr Arbeitgeber die Gesamtkosten übernimmt. Schließlich wird er zukünftig von Ihrem Know-how profitieren. Ein Kompromiss wäre eine teilweise Kostenübernahme mit der Zusagen einer bezahlten Freistellung für Präsenzveranstaltungen und Prüfungen. Können Sie Verhandlungsoptionen auf den Tisch legen, wirkt das sehr motiviert.

Gemeinsam ans Ziel

Obwohl Basis für eine zukunftsfähige Entwicklung, ist Weiterbildung in vielen Betrieben noch immer keine entscheidende Säule der Firmenkultur. Stoßen Sie mit Ihrem Wunsch nach einer Aufstiegsfortbildung bei Ihrem Chef auf taube Ohren, kann sich der Umweg über den Personal- oder Betriebsrat lohnen. Oder Sie tragen Ihr Anliegen gemeinsam mit anderen weiterbildungswilligen Kollegen als Team vor.

– Tarik Ünal, Dozent

Entkräften Sie mit einer gut vorbereiteten Präsentation beispielsweise wirtschaftliche Vorbehalte und zeigen Sie auf, welche (montären) Effekte besser ausgebildete Mitarbeiter mittelfristig erzielen können. Oft blocken Vorgesetzte den Wunsch nach Weiterbildung ab, weil sie nach deren erfolgreichem Abschluss eines Unternehmenswechsel der Mitarbeiters befürchten. Dieses Argument lässt sich leicht mit Statistiken entkräften, die eine Stärkung der Mitarbeiterbindung durch Weiterbildung belegen. Wählen Sie Ansprechpartner am besten ein Mitglied der Geschäftsführung aus, das Ihnen für Ihr Anliegen am zugänglichsten erscheint.

Aber was ist, wenn der Chef rigoros jegliche Unterstützung versagt? Dann sollten Sie sich Ihre berufliche Zukunft sowie persönliche Zufriedenheit nicht durch Ignoranz verbauen lassen. Gönnen Sie sich Ihre Wunsch-Weiterbildung auf eigene Kosten und setzen Sie diese von der Steuer ab – und wechseln Sie vor allem die Firma.

Studieren an der Fernschule: praktische Tipps für gutes Gelingen

Mit einer Online-Weiterbildung schenken Sie sich maximale Freiheit. Lernen Sie, wann und wo Sie möchten. Aber um erfolgreich das Ziel zu erreichen, bedarf es einiger Skills. Die wichtigsten Fähigkeiten sind wohl ein ausreichendes Maß an Selbstdisziplin und Eigenmotivation. Damit Sie sich auf dem breiten Weg zum Studienabschluss nicht verlaufen, haben wir einige Tipps rund um die Studienorganisation für Sie zusammengestellt:

1. Auf die richtige Einstellung kommt es an.

Laufende Leistungsnachweise werden sowohl im Präsenz- als auch im Fernstudium gefordert – nur dass Sie in Ihrem Homeoffice weder Dozenten noch andere Studierende „nebenbei“ daran erinnern. Sie müssen daher unbedingt selbst Verantwortung für die Organisation Ihrer Weiterbildung übernehmen und alle wichtigen Termine und Informationen auf dem Schirm haben.

2. Passen die Lernbedingungen?

Richten Sie sich zu Hause einen Arbeitsplatz ein, an dem Sie sich wohlfühlen. Idealerweise steht der Schreibtisch an einem ruhigen und hellen Ort. Von Vorteil ist natürlich auch schnelles Internet. Eventuell checken Sie vor Beginn des Kurses den Vertrag Ihres Anbieters und gönnen sich eine leistungsfähigere Verbindung.

3. Optimieren Sie Ihr Zeitmanagement.

Notieren Sie sich Prüfungstermine und andere wichtige Aufgaben und überlegen Sie, wie viel Zeit Sie für die Erledigung bzw. Prüfungsvorbereitung benötigen. Bewährt hat sich die Erstellung von Wochenplänen mit festen Lernzeiten. Vergesslichkeit lässt sich ganz einfach mit der Erinnerungsfunktion Ihres Smartphones entgegenwirken. Damit die Planung tatsächlich funktioniert, sollten Sie private Termine berücksichtigen und Ihr Zeitmanagement immer wieder kritisch unter die Lupe nehmen: Vielleicht musst der Zeitbedarf angepasst werden oder Ihr Biorhythmus verlangt nach anderen Lernzeiten? Liegen zu viele Aufgaben an, kommt es leicht zum „Verzetteln“: Diesem wirkst du mit einer strukturierten To-do-Liste oder Orga-Apps wie Evernote entgegen.

4. Lassen Sie sich nicht vom Handy ablenken!

Der schlimmste Zeitfresser beim Lernen und Arbeiten zu Hause ist oft das Smartphone. Zwischendurch rasch WhatsApp oder Facebook zu checken, ist häufig viel zu verlockend. Daher: Am besten das Handy außer Reichweite ablegen oder während des Online-Lernens ganz ausschalten.

– Tarik Ünal, Dozent

Für besonders strukturiertes und konzentriertes Lernen empfiehlt sich die Pomodor-Methode: Dabei arbeiten Sie viermal 25 Minuten und gönnen sich zwischendurch nur fünfminütige Pausen, um etwas zu trinken oder kurz aufzustehen. Das Handy ist in dieser Zeit tabu. Erst am Ende dieser intensiven Arbeitsphase dürfen Sie sich ausgiebig belohnen – mit Telefonieren, einem witzigen Chat, einem leckeren Snack oder einer Runde Joggen.

5. Zu Hause und dennoch vernetzt lernen.

Der persönliche Kontakt mit Dozenten und Kommilitonen kann ungeheuer motivierend wirken. Außerdem hilft der direkte Austausch, Themen besser zu verstehen oder neue Sichtweisen zu entwickeln. Nutzen Sie daher unbedingt Kontaktmöglichkeiten wie virtuelle Klassenzimmer, Chats oder Online-Communities, um Verbindungen zu knüpfen. Eventuell entsteht auf diesem Weg sogar eine „Offline-Lerngruppe“ in Ihrer Stadt oder Region.